Lena goes Canada – Ein Erfahrungsbericht

Anfang des Jahres bin ich, Lena Wendt, Schülerin und Sportlerin des SFV Europa, nach Canada geflogen für ein Auslandssemester von Januar bis Juni. Ich habe in Abbotsford, British Columbia, gelebt, das ist circa eine Stunde von Vancouver entfernt. Ich bin dort in die 12. Klasse der Highschool WJ Mouat gegangen.

Ich habe mir Abbotsford ausgesucht, weil es einen guten Verein dort gab, dem ich dann auch beigetreten bin. Ich habe dort zwei bis drei Mal wöchentlich trainiert. Das Training war ein bisschen ähnlich zu unserem Training. Erst haben wir uns aufgewärmt, manchmal auch mit Handball, danach haben wir Techniktraining gemacht und dann Randoris. Vor dem Training waren wir manchmal laufen oder haben ein bisschen Krafttraining gemacht. In meinen fünf Monaten in Kanada war ich auch auf drei Turnieren und vier Trainingslagern.

Das erste Tunier waren die British Columbia Provincial Championships in Abbotsford. Es war sehr schön, dass mein erstes Turnier direkt in Abbotsford war. Dort habe ich in der u21 den zweiten Platz belegt und bei den Senioren (Erwachsenen) sogar den ersten. Insgesamt hatte ich jeweils 4 Kämpfe pro Altersklasse.

Mein zweites Turnier war in Edmonton, die Edmonton Internationals. Weil es so weit weg war, musste ich dort 1,5 Stunden hinfliegen. Das Turnier fand in einer Shopping Mall statt, in der West Edmonton Mall. Bei dem Turnier bin ich wieder in der den Altersklassen u21 und Senioren angetreten und ich habe in beiden Altersklassen die Goldmedaille geholt. Anschließend war noch ein Trainingslager, wo ich eine Einheit mitgemacht habe. 

Mein letztes Tunier war dann in Vancouver, die Pacific Internationals. Dort habe ich einen zweiten Platz belegt bei den Senioren und einen Dritten in der u21.

Und die Trainingslager waren jeweils in Calgary, Fort Sask (in der Nähe von Edmonton), Montreal und in Seattle in den USA. Durchs Judo konnte ich ganz viele tolle neue Freundschaften knüpfen und ich bin auch sehr viel durch Kanada gereist, wodurch ich einiges von Kanada sehen konnte.

In meiner Schule bin ich außerdem dem Rugby-Team beigetreten, wo ich dann drei bis vier Mal die Woche mit dem Schulteam trainiert habe und mittwochs hatten wir dann immer Spiele. Ich habe die Positionen Wing und Outside-Center gespielt. Wir haben uns sogar für die Highschool Provincials qualifiziert und sind dort dann auch auf dem fünften Platz gelandet.

Nachmittags habe ich mich häufig mit Freunden getroffen, wenn ich nicht beim Judo war. Wir waren dann zusammen im Kino oder waren einfach in einem Café.

Das Austauschprogramm hatte in den Ferien auch Angebote fürs Reisen. Dort bin ich dann zum Beispiel für zwei Tage mit nach Victoria gefahren und einmal war ich auch für vier Tage in den Rocky Mountains. Die Reisen waren alle sehr schön und ich habe nochmal viele neue Freunde kennengelernt und schöne Erinnerungen geschaffen.