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Ergebnisse der LEM und NDEM u15 2014

Bereits Mitte Oktober (LEM) sowie Ende November (NDEM) fanden die Landeseinzel- und Norddeutschen Meisterschaften der männlichen und weiblichen Jugend u15 statt. Mit Chiara Sixt, Tarek Scharifi, Tim Fröhlich und Lars Geiger waren auch vier unserer Nachwuchs-Judoka des SFV erfolgreich am Start. 

Die LEM fand dieses Jahr am 18. Oktober in Misburg statt. Bei den Mädels ging Chiara Sixt in der Gewichtsklasse bis 44Kg auf die Matte. Nach Freilosen in den ersten beiden Runden sowie souveränen Ippon-Siegen im Viertelfinale über Jana Bauerfeld aus Emden und im Halbfinale gegen Leandra Lüken von Eintracht Hildesheim stand Chiara im Finale. Hier traf sie auf Jana Gussenberg von den Judo Crocodiles Osnabrück, eine Gegnerin mit berühmten „Judowurzeln“. Denn ihr Vater Oliver Gussenberg war in den 90er und 2000er Jahren einer der erfolgreichsten Deutschen Judoka (mehrfacher Deutscher Meister der Männer, 2-facher Olympiateilnehmer, 5. Platz bei der WM 2003), der im Jahre 2002 auch als Bundesligakämpfer für den SFV Europa auf die Matte ging. Leider musste Chiara in diesem Finalkampf ihre erste und einzige Niederlage des Tages hinnehmen. Damit sicherte sie sich nicht nur die Qualifikation für die Norddeutschen Einzelmeisterschaften, sondern auch den Titel der Vize-Landesmeisterin 2014.

Bei den Jungs hatte der SFV in der Gewichtsklasse bis 40Kg mit Tarek Sharifi und Tim Fröhlich gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Tarek gewann nach einem Freilos in der ersten Runden seinen nächsten Kampf gegen Nicki Maschura aus Grasdorf mit Ippon. Damit stand er im Halbfinale gegen Dennis Fetter vom Judo Team Hannover, das der Hannoveraner leider für sich entschied. Für Tarek ging es damit ins „kleine Finale“ um den dritten Platz. Sein Vereinskamerad Tim Fröhlich kam nicht in den Genuss eines Freiloses und durfte gleich von Anfang an richtig ran. Jedoch meisterte Tim seinen Auftaktkampf erfolgreich und gewann gegen Lucas Hermann aus Stade mit Ippon. Im nächsten Kampf ging es gegen den späteren Landesmeister Nicolas Kunze aus Hildesheim, was für Tim den Gang in die Trostrunde bedeutete. Durch diese kämpfte er sich mit zwei weiteren Ipponsiegen gegen Niklas Scholte-Meyerink (Uelzen) und Lucas Schwager (Geismar) souverän durch, womit er genau wie Tarek im kleinen Finale um Platz drei stand. Leider meinte es die Auslosung nicht gut mit den beiden SFVlern, denn sie zogen beide in das gleiche kleine Finale ein und mussten so einen der beiden dritten Plätze unter sich ausmachen. In diesem Kampf hatte Tarek das bessere Ende für sich und qualifizierte sich mit der Bronzemedaille ebenfalls für die Norddeutschen Titelkämpfe. Tim belegte damit den fünften Platz.

Keinen guten Tag erwischte der vierte SFVler im Bunde, Lars Geiger. Er trat in der mit 18 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 55Kg an. Nach zwei Freilosen zum Auftakt gelang ihm leider kein einziger Sieg mehr, womit das Turnier nach Niederlagen gegen Bibulat Idris (VfL Germania Leer) und anschließend in der Trostrunde gegen Jannis Lippke (JKCS Goslar) für ihn beendet war.

Am Sonntag, den 30. November machten sich somit Chiara und Tarek begleitet von ihren Eltern und Trainerin Melanie Wimmer auf nach Bremen zu den Norddeutschen Einzelmeisterschaften der u15. Tarek konnte sich nach zwei Niederlagen gegen Lokalmatador Deniz Liebich und Marcel Wenzel vom Bramfelder SV zwar nicht platzieren, zeigte aber kämpferisch starke Leistungen, bei denen er seine Begegnungen jeweils erst kurz vor Ende der Kampfzeit abgeben musste. Seine Vereinskameradin Chiara Sixt erkämpfte sich den 5. Platz und schrammte damit nur knapp am Treppchen vorbei. Etwas ärgerlich für Chiara dabei war, dass sie sich mit einem Freilos in der ersten Runde sowie anschließenden Siegen gegen Chiara Goeckels und Marlene Moll bis ins Halbfinale vorkämpfte. Durch anschließende Niederlagen um den Einzug ins Finale sowie im kleinen Finale um Platz drei gab es am Ende zwar keine Medaille, Chiara feierte mit dem 5. Platz aber trotzdem einen super Erfolg auf der für diese Altersklasse höchsten nationalen Meisterschaft.


Braunschweiger Judoka bei Deutschen Pokalmeisterschaften am Start

Am Wochenende des 29. und 30. November 2014 fanden im hessischen Neuhof die Deutschen Pokalmeisterschaften der Frauen und Männer statt. Die Medaillengewinner qualifizierten sich für die im Januar stattfindenden Deutschen Meisterschaften 2015.

Mit dabei waren auch zahlreiche braunschweiger Judoka sowie Kämpferinnen und Kämpfer, die zu den Trainingsgemeinschaften des SFV Europa sowie des Braunschweiger Judo-Clubs gehören oder für deren Teams auf die Matte gehen. Bei den diesjährigen DPM gekämpft haben:

Frauen
-52Kg: Anna Schütt und Marion Schoof

Männer
-60Kg: Florian Hahn und Jonas Thomsen
-90Kg: Hanns David Claren und Felix Schulze
-100Kg: Björn Reck und Alexander Sieg

Leider konnte am Ende keiner der Kämpfer auf dem Treppchen landen und sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Die besten Ergebnisse erzielten bei den Männern Hanns David Claren mit einem 5. Platz sowie bei den Frauen Anna Schütt mit einem 7. Platz.


Mitgliederversammlung 2014 des DJB in Leipzig

Am 15. und 16. November fand in Leipzig die Mitgliederversammlung 2014 des Deutschen Judo-Bundes statt. Neben den üblichen Berichten des Vorstands und einem Besuch des Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann standen auch wieder zahlreiche Anträge auf dem Programm, die für euch als aktive Judoka ab dem Jahr 2015 einige Neuerungen nach sich ziehen. Diese enthalten unter anderem leider auch eine Erhöhung der Gebühr für die Jahressichtmarke auf nun 24,00€.

Folgende Anträge (Auszüge) wurden durch die Mitgliederversammlung angenommen:

– Der Jahresbeitrag an den DJB wurde ab 1.1.2015 um 2,00 Euro erhöht. Durch die Erhöhung des DJB wird die Gebühr im Niedersächsischen Judoverband ab 2015 für die Jahressichtmarke 24,00€ betragen. Für alle SFV-Mitglieder wird diese Anpassung mit der Abbuchung im Januar 2015 umgesetzt.
– Für die Gürtelprüfungen wurden flexiblere Vorbereitungszeiten und Altersgrenzen beschlossen. Der 1. Dan kann zukünftig bereits mit Vollendung des 15. Lebensjahres abgelegt werden.
– Die Inhalte der Kyu-Prüfungsordnung wurden insbesondere im Bereich der Beidseitigkeit und des Mengenumfangs sinnvoll reduziert. Die empfohlenen Inhalte der Ausbildung bleiben davon unberührt.
– Neben der Online-Bestellung von Judo-Pässen wird es ab 2015 auch wieder Blankopässe mit Beitragsmarke geben, die alternativ bestellt werden können.
– Einführung eines Deutschen Jugendpokals als Mannschaftswettbewerb für die U14 und U16
– Ab 1.1.2016 wird die Kyu-Prüfungsgebühr eine bundesweit einheitliche DJB-Urkunde, die zusammen mit der Prüfungsmarke ausgegeben wird, beinhalten. Dazu wird es ab dem 7. Kyu ein Begleitheft jeweils für die nächste Prüfung geben.

Die ausführlichen Berichte über die 2-tägige Veranstaltung findet ihr auf der Homepage des Deutschen Judo-Bundes:
DJB Mitgliederversammlung 2014 Tag 1
DJB Mitgliederversammlung 2014 Tag 2


André Breitbarth belegt 5. Platz beim Grand Prix in Qingdao/China

Beim Grand Prix Turnier der Männer und Frauen in Quingdao / China belegte SFV-Judoka André Breitbarth den 5. Platz. Damit schrammte der Braunschweiger zwar erneut nur knapp an einer Medaille vorbei, erkämpfte sich aber weitere wichtige 60 Punkte für die Weltrangliste, die über seine Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio entscheiden wird.

André gewann seinen ersten Kampf gegen Lokalmatador Zuo Ringbo aus China mit Ippon. Im Poolfinale unterlag er anschließend seinem Nationalmannschafts-Kameraden Robert Zimmermann aus Potsdam und musste somit in die Trostrunde. Hier gewann er gegen den Belgier Harmaegnies mit Wazari seinen zweiten Kampf des Tages und stand somit im kleinen Finale um Platz drei. Leider verpasste André die Bronzemedaille, da er sich dem Niederländer Roy Meyer, seines Zeichens Fünftplatzierter der diesjährigen Weltmeisterschaften, geschlagen geben musste.

André setzt seine internationale Turnierserie bereits in der nächsten Woche mit dem Grand-Prix in Jeju/Südkorea (27.-29.11.2014) fort, bevor der Grand Slam in Tokio/Japan (05.-07.12.2014) den Jahresabschluss bildet. Erster internationaler Höhepunkt im Jahr 2015 ist dann der Heim-Grand-Prix vom 20. bis 22. Februar 2015 in Düsseldorf.


Landeseinzelmeisterschaften der Frauen und Männer: Björn Reck holt Titel

Am Sonntag, den 19. Oktober fanden in Barsinghausen im Rahmen des Deisterpokals die Landesmeisterschaften 2014 der Frauen und Männer statt. Mit dabei waren drei männliche Starter des SFV sowie bei den Frauen Jennifer Ann Martin, die zwar für den Haselünner SV antritt, aber bei uns im SFV trainiert und auch als Übungsleiterin fungiert. Bei den Männern sicherte sich Björn Reck in der Gewichtsklasse bis 100 Kg den Titel.

Auf seinem Weg zum Titel war Björn an diesem Tag nicht zu stoppen und räumte seine Gegner allesamt mit Ipponsiegen aus dem Weg. Im ersten Kampf gelang ihm ein souveräner Sieg gegen Michael Harbarth aus Sulingen ebenso wie im anschließenden Halbfinale gegen Christian Struck, der für Judo in Holle antritt. Damit kam es im Finale zu einem reinen braunschweiger Duell, denn hier wartete Alexander Sieg vom Braunschweiger Judo-Club auf den SFVler. Doch auch er konnte Björn nicht gefährlich werden. So sicherte sich Björn nicht nur den Landesmeistertitel, sondern auch gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen Pokalmeisterschaften, für die sich die beiden Erstplatzierten qualifizierten.

Ebenfalls eine Medaille für den SFV holte Gerrit Fucke, der in der Gewichtsklasse bis 60Kg auf die Matte ging und den 3. Platz erkämpfte. Nach einem Auftaktsieg mit Ippon gegen Leonard Birkenfeld vom SC Garbsen ging es im Halbfinale gegen seinen „Dauerrivalen“ und diesjährigen Mannschaftskameraden Jonas Thomsen aus Stade. Hier musste sich Gerrit geschlagen geben, hatte aber im kleinen Finale noch die Chance auf die Bronzemedaille. Und diese nutzte er, denn Gerrit gewann seinen Kampf gegen Hendrik Leichtfeld aus Hannover mit Ippon für einen sehenswerten Seoi Nage-Ansatz. Anschließend musste der SFVler noch einmal ran, denn aufgrund des Qualifikationsmodus‘ für die Deutschen Pokalmeisterschaften musste der 3. Platz hierfür noch einmal separat ausgekämpft werden. Zwar verlor Gerrit diesen Kampf, was aber nichts an seiner Bronzemedaille änderte.

Als Dritter im Bunde ging Julian Schade auf die Matte, er trat in der sehr stark besetzten Gewichtsklasse bis 81 Kg an. Seinen Auftaktkampf gewann Julian gegen Marius Grabert aus Elze, musste sich anschließend gegen den späteren Landesmeister Yassin Grothaus von den Crocodiles Osnabrück geschlagen geben. Damit ging es auch für Julian in die Trostrunde, in der er gegen Marian Dieh aus Holle seinen zweiten Sieg des Tages verbuchen konnte. Die anschließende Begegnung gegen Luigi Scoccimarro musste Julian erneut abgeben, was Platz sieben für den SFVler bedeutet.

Für SFV-Trainerin Jennifer Ann Martin stand am Ende der Fünfte Platz zu Buche. Nach einer unglücklichen Auftaktniederlage gegen Svenja Liermann vom BW Buchholz gewann sie ihre nächsten beiden Kämpfe in der Trostrunde gegen Julia Röwer und Janina Altmann mit kämpferisch starken Leistungen. Damit stand Jenny im kleinen Finale um Platz drei gegen Beke von Ahnen aus Osnabrück, das sie aufgrund einer Unachtsamkeit im Boden leider verlor.


André Breitbarth gewinnt Bronze beim Grand Prix in Astana / Kasachstan

Vom 10. – 12. Oktober 2014 fand in der kasachischen Hauptstadt Astana ein weiteres Turnier der Grand Prix-Serie statt. Am Start war auch SFV-Judoka André Breitbarth, der in der mit 20 Kämpfern besetzten Gewichtsklasse +100Kg an den Start ging und in diesem Teilnehmerfeld auf Position zwei gesetzt war.

Im Pool C fertigte André alle seine Gegner klar ab. Nach einem Freilos in der ersten Runde warf er den Inder Parishit Kumar, gegen den er zuvor noch nie gekämpft hatte, nach Yuko (kleine Wertung) zur Hälfte der Kampfzeit mit Ippon aus dem Turnier. Im Poolfinale ging es gegen den Usbeken Boltoboy Baltaev. Gegen ihn hatte André im letzten Jahr beim Grand Prix in Taschkent schon einmal gekämpft und gewonnen. Auch dieses Mal gingen beide Athleten hart zur Sache und schenkten sich nichts. Beide erhielten Bestrafungen wegen verlassen der Mattenfläche sowie Passivität. So standen nach zwei Minuten Kampfzeit schon drei Shido (Strafen) für Baltaev auf der Anzeigentafel. Bei einem seiner folgenden Angriffe stieß der Usbeke André mit dem Kopf an die Stirn, was der Mattenrichter in Absprache mit dem Hauptkampfrichter als Tätlichkeit wertete und dem Usbeken einen Hansekomake einbrachte – und André das Halbfinale.

Hier traf der zweifache deutsche Schwergewichts-Meister auf einen der Favoriten des Grand Prix in Astana. Gegen den asiatischen Vizemeister Jurii Krakovetskii aus Kirgisen konnte der EM-Dritte den Ippon-Erfolg nach vier Minuten nicht verhindern.

So ging es für André ins kleine Finale um die Bronzemedaille, wo ihm Soslan Bostanov aus Russland gegenüber stand. Im letzten Jahr musste sich André in Rijeka dem Russen noch geschlagen geben, was er dieses Mal unbedingt verhindern wollte. So hatte sich der SFVler mit seinem Trainer vor Ort, Frank Möller, eine gute Taktik zurecht gelegt. Er sollte den Russen immer wieder angreifen und so verhindern, dass der seinen Griff durchbringen kann. Das gelang André zunächst auch gut, doch nach der ersten Minute wurde André vom Russen geworfen, der dafür einen Waza-Ari (Große Wertung) erhielt. Doch André gab nicht auf und setze die Taktik konsequent weiter um. So gelang es André eine halbe Minute vor Schluss, mit einem Konter Bostanov in die Bodenlage zubringen und dort mit einem Haltegriff zu fixieren. Somit entschied der SFVler den Kampf für sich, was nicht nur die Bronzemedaille, sondern auch wichtige 120 Punkte für die Olympia-Qualifikation für Rio de Janeiro 2016 bedeutete.

Auf dem Foto seht ihr André links im weißen Judoanzug gemeinsam mit Dimitri Peters – einem weiteren Niedersachsen – der in Astana in der Klasse bis 100Kg die Silbermedaille erkämpfte.

Grand Prix Astana 2014 André Breitbarth Bronzemedaille

 


Europameisterschaft u21: Robert Barwig holt mit dem Männer-Team die Bronze-Medaille

Von Freitag, den 19. September bis Sonntag, den 21. September fanden im rumänischen Bukarest die kontinentalen Meisterschaften der weiblichen und männlichen Junioren u21 statt. Mit dabei war auch SFV-Judoka Robert Barwig, der sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft am Start war und mit dem Männerteam den 3. Platz erkämpfte.

Im Einzelwettbewerb, in dem Robert am Freitag in der Gewichtsklasse bis 73Kg antrat, hatte er in der ersten Runde zunächst ein Freilos. In der zweiten Runde traf er auf Koba Mchedlishvili aus Georgien. Nach einer ausgeglichenen Partie ging der SFVler nach der vollen Kampfzeit von vier Minuten als Sieger von der Matte, weil sein Kontrahent eine Bestrafung mehr kassierte. Der anschließende Kampf gegen den Niederländer Thierno Balde verlief noch enger, denn nach Ablauf der regulären Kampfzeit gab es keinen Sieger. Beide Kämpfer hatten jeweils zwei Shidos (Bestrafungen) auf der Tafel, womit der Kampf in die Verlängerung – den so genannten „Golden Score“ – ging. Hier hatte der Niederländer das bessere Ende für sich, denn er erzielte mit einem Yuko die erste Wertung, die automatisch den Sieg bedeutete. Obwohl sein Kontrahent am Ende ins Finale einzog, war das Turnier für Robert nach dieser Niederlage leider beendet, denn in dem gekämpften Modus hätte er mindestens das Viertelfinale erreichen müssen, um in die Trostrunde zu kommen.

Am Sonntag folgte dann mit den Teamwettbewerben der Frauen und Männer eine weitere Chance auf eine Medaille. Und die Männer nutzten sie, holten am Ende die Bronzemedaille, zu der auch Robert seinen Beitrag leistete. Zum Auftakt traf die deutsche Auswahl auf Polen. Hier gewann Robert seinen Kampf in der Klasse -73Kg und steuerte damit einen Punkt zum 4:1 Auftaktsieg bei. Im Poolfinale traf das deutsche Team dann auf die Auswahl der Ukraine. Nach engen Begegnungen und knappen Entscheidungen, die teilweise erst im Golden Score fielen, mussten sich die Judoka des DJB mit 2:3 geschlagen geben. So ging es für die deutsche Mannschaft in die Trostrunde. Gegen das Team aus Griechenland zeigten alle deutschen Starter eine beeindruckende Leistung. So auch Robert, denn erneut bezwang er seinen Gegner in der Gewichtsklasse -73Kg. Am Ende stand ein ungefährdeter 5:0-Sieg. So war der Weg frei für das kleine Finale gegen die Auswahl aus Russland. In einer knappen Begegnung setzte sich das deutsche Team mit 3:2 durch und konnte so die Bronzemedaille feiern, die sich auch Robert verdientermaßen umhängen durfte. Auf dem Bild findet ihr Robert als Dritten von rechts in der vorderen Reihe direkt neben dem Pokal.

EM u21 Deutsches Männerteam Bronze


Drei ehemalige SFVlerinnen gehören zu den 100 erfolgreichsten deutschen Judokas aller Zeiten

Das Judo Magazin hat in der Titelstory seiner Juli/August-Ausgabe 2014 die Top 100 des Deutschen Judosports ermittelt. Mit dabei sind auch drei ehemalige Kämpferinnen des SFV Europa bzw. des PSV Braunschweig, die in den 80er und 90er Jahren zahlreiche Erfolge auf den Judomatten dieser Welt feierten: Karin Kutz, Frauke Eickhoff und Anja von Rekowski.

„Durch ihren Erfolg auf den internationalen Judomatten haben sie Geschichte geschrieben. Das Judo Magazin tut etwas dafür, dass die Heldinnen und Helden von gestern und heute im Gedächtnis bleiben. Wir haben die 100 erfolgreichsten deutschen Judokas aller Zeiten ermittelt. Eine zeitgeschichtliche Dokumentation“. So beginnt die Titelgeschichte des Judo Magazins von Juli/August 2014. Das Top-100-Ranking lädt dabei zur Rückbesinnung ein und soll in einer Zeit des „Schneller-höher-stärker“ zum Innehalten anregen. Auch für uns als SFV Anlass und eine schöne Gelegenheit, an die drei erfolgreichsten Judoka unseres Vereins zu erinnern, denn vielen unserer heutigen Mitglieder und auch deren Eltern dürften die Namen Karin Kutz, Frauke Eickhoff und Anja von Rekowski bis dato nicht bekannt sein.

In die Wertung der Top 100 ließ das Judo Magazin dabei ausschließlich die in Einzelwettbewerben gewonnenen Medaillen bei Olympischen Spielen und offiziellen Welt- und Europameisterschaften einfließen. Die Punkteverteilung für Gold – Silber – Bronze sah dabei wie folgt aus: 12-7-5 für Olympia-, 8-5-3 für WM- und 3-2-1 für EM-Medaillen. Basierend auf diesem Bewertungsschema reiht sich Frauke Eickhoff mit 13 Punkten auf Platz 31 ein. Mit dem Weltmeistertitel im Jahr 1991 errang sie den größten Erfolg eines Judoka in unserer Vereinsgeschichte. Diese Goldmedaille wird komplettiert durch zwei Vize-Europameistertitel sowie eine Bronzemedaille bei Europameisterschaften. Direkt dahinter auf Rang 32, ebenfalls mit 13 Punkten, folgt Karin Kutz, die insgesamt neun Medaillen bei WMs und EMs gewinnen konnte: 2x Bronze auf Weltmeisterschaften, 7x Bronze auf Europameisterschaften. Die Dritte im Bunde ist Anja von Rekowski. Mit iherem Vize-Weltermeistertitel aus dem Jahr 1997 sowie zwei Bronzemedaillen auf Europameisterschaften reiht sie sich mit sieben Punkten auf Platz 57 der ewigen Bestenliste ein.

Damit gehören Karin Kutz, Frauke Eickhoff und Anja von Rekowski zu dem erlauchten Kreis von insgesamt 107 Männern und gerade einmal 54 Frauen, die schon einmal eine Medaille bei Olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften für Deutschland gewonnen haben. Wenn auch nicht wertungsrelevant wollen wir dabei die Fünften Plätze von Frauke Eickhoff bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 und von Anja von Rekowski bei den Spielen von Athen im Jahre 2000 nicht unerwähnt lassen. Als SFV Europa sind wir stolz und freuen uns, dass mit Frauke, Karin und Anja gleich drei Athletinnen unseres Vereins zu den Top 100 des Deutschen Judosports gehören.

Judo Magazin Jul-Aug 2014 TitelstoryJudo Magazin Top 100 Seite 1Judo Magazin Top 100 Seite 2


André Breitbarth bei Judo-Weltmeisterschaft am Start

Es ist der absolute Höhepunkt des Jahres 2014 im Judo-Kalender – und André Breitbarth war dabei! Das Schwergewicht vom SFV Europa kämpfte zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft der Senioren, die dieses Jahr vom 25. bis 31. August im russischen Tscheljabinsk stattfanden.

Bereits im Vorfeld freute sich André auf seine WM-Premiere im Seniorenbereich: „Darauf habe ich hingearbeitet“, sagte der zweifache Deutscher Meister. Und: „Ich will nicht nur Erfahrungen sammeln, sondern auch gut kämpfen“, gab der SFVler selbstbewusst zu Protokoll. Schließlich gab es bei seiner EM-Premiere im Erwachsenenbereich dieses Jahr im April auf Anhieb Bronze.

Ernst wurde es für André, aktuell die Nummer 11 in der Weltrangliste, am Samstag den 30. August, denn an diesem Tag fanden die Wettkämpfe in seiner Gewichtsklasse über 100Kg statt. André gelang dabei ein erfolgreicher Auftakt gegen Mukhamadmuro Abdurakhmonov aus Tadschikistan. In der vom Griffkampf dominierten Begegnung lief Abdurakhmonov mehrfach aus der Matte und wurde vorzeitig mit Hansoku-make bestraft. Anschließend lieferte der SFVler gegen den Weltranglistenersten Rafael Silva aus Brasilien, Vize-Weltmeister von Rio, einen starken Kampf, musste sich am Ende aber mit zwei Shido-Bestrafungen geschlagen geben. „Gegen den Brasilianer habe ich mir meines Erachtens nach keine großen Vorwürfe zu machen“, sagte Breitbarth und fügte hinzu: „Natürlich gab es auch hier Kleinigkeiten, die man hätte besser machen können (…).“ Damit war das Turnier für André beendet, denn trotz des späteren dritten Platzes von Silva hätte André in dem gekämpften Modus mindestens das Viertelfinale erreichen müssen, um in die Trostrunde einzuziehen.

Im Teamwettbewerb, der am darauffolgenden Tag ausgetragen wurde und der die Weltmeisterschaften in Russland abschloss, gehörte André zwar zum deutschen Team, kam aber nicht zum Einsatz. Gegen Kasachstan gewann Deutschland dann im kleinen Finale mit einem 5:0 die Bronzemedaille.

André Breitbarth Profilbild WM 2014Judo WM 2014_Silva vs. Breitbarth


Robert Barwig für Europameisterschaften u21 nominiert

Die Bundestrainer Claudiu Pusa und Richard Trautmann haben das Team für die Europameisterschaften der u21 nominiert, die vom 19. bis 21. September 2014 in Bukarest/Rumänien stattfinden. Neun Frauen und zehn Männer gehören zum deutschen Aufgebot für die kontinentalen Meisterschaften.

Einer von ihnen ist SFV-Judoka Robert Barwig, der die deutschen Farben in der Gewichtsklasse bis 73Kg vertreten wird. Die Einzelwettkämpfe finden am 19. und 20. September, die Mannschaftswettkämpfe am 21. September statt.

Robert Barwig ProfilbildEM u21 Nominierte Männer


Aufnahmeantrag

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Leistungssport-kooperation

Der SFV Europa e.V. ist Trägerverein des Landesleistungszentrums Judo in Niedersachsen und betreibt eine Kooperation mit dem Gynamsium Neue Oberschule in Braunschweig für die Sporart Judo. Alle Informationen findet ihr hier.